In der Literatur ist diese faszinierende Zeitreise einfach: Sten
Nadolny versetzt beispielsweise in seinem neuen Roman "Weitlings
Sommerfrische" (Buch
der Woche bei MDR FIGARO) den Titelhelden einige Jahrzehnte in
die Vergangenheit zurück. Er ist wieder jung, lebt in seinem alten
Umfeld, sieht seinen geliebten Großvater wieder - und fühlt dennoch
die Diskrepanz zwischen seinem inzwischen erlebten Leben voller
Erfahrungen und seiner sehnsuchtsvollen Vergangenheit.
Wohl jeder hat schon einmal darüber nachgedacht, ob er in seinem
Leben alles noch einmal genauso tun würde oder ob er entscheidende
Weichen lieber anders gestellt hätte. Die Antworten werden
unterschiedlich sein. Was wäre also, wenn wir plötzlich die Chance
bekämen, noch einmal am Anfang zu beginnen, vielleicht im Alter von
20 Jahren?
Diese Zeit war für uns prägend, wichtige Lebensschritte erfolgten
damals, manche davon zum ersten Mal. Und auch manche Enttäuschung
fiel in diese Zeit. Die Sicht auf die Welt hat sich wahrscheinlich
in den folgenden Jahren geändert. Sind wir mittlerweile
pragmatischer geworden? Oder haben wir uns eine jugendliche
Unbekümmertheit und Entdeckerlust bewahrt?
Was wäre, wenn Sie plötzlich noch einmal 20 Jahre alt wären? Würden
Sie sich freuen oder nicht? Was vermissen Sie heute aus dieser
Lebenszeit? Erinnert man sich vielleicht nur an das Gute und
vergisst das Schlechte? Was war Ihnen mit 20 wichtig und was nicht?
Welche Träume hatten Sie? Und was ist daraus geworden?
Schreiben Sie uns!
Schwerpunkt-Thema der meinFIGARO-Sendung am Samstag, 7.
Juli 2012, 13:00-17:00 Uhr.
meinFIGARO-Redakteur
02. Juli 2012 · 23:29 Uhr
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Kategorie: Das Interaktive Magazin
Alterswahn©
Aus 2 Gründen finde ich das Gesprächstheme wenig interessant:
1. Kann diese Zustand wirklich nicht mehr eintreten.
2. Die Antworten/ Meinungen sind absolut vorhersehbar (so wie die Fragen der Sportreporter). Einige sagen ja, weil... Andere würden dann ...
Tut mir leid, aber zu früheren Themen war es spannender, von der Schwarmintelligenz zu lesen...
@musicandus, Alterswahn
= der Versuch der Älteren, Meinungen einzufangen dieser Sorte: «Ach, so alt sind Sie noch nicht...»
= Wahn der Jüngeren, die älteren als Alte aus dem Erwerbsleben herauszuschiessen? Da ich noch im Berufsleben stehe, kenne ich das...????
PS. «Alterswahn» ist bisher keine eingetrage Marke, darf also cvermutlich verwendet werden...
Vielleicht, kann man ja mal im kommenden Sommerloch so einen Gemeinschaftskrimi in der Community platzieren, entwickeln, lösen und somit ein spannendes Thema werden lassen. Könnte Spass machen -:)
@magentis 1984, ja, aber die Geschichte steht erst am Anfang, es kam noch ganz anders...
Spannend!!! ;-))
Der Sommerkrimi geht weiter
Geniale Frage, Herr Tesch!!! -:)
Es war doch ganz anders:
Ich war damals der Trauzeuge, das ist eine gesicherte Erkenntnis.
Der Standesbeamte machte einen Formfehler. Er fragte nicht wie üblich: „Wollen sie, Herr Norbert W., die anwesende Frau Katja M. zur Frau nehmen, so antworten sie mit ja.“ Sondern er stellte die Frage: „Wollen sie Frau Katja M. zur Frau nehmen?“ Ich kam dem Bräutigam zuvor und sagte laut und für alle vernehmlich: „Ja.“
War ich nun im Recht des Ersteren und hatte der Heirat mit Katja zugestimmt?
Zwei Fragen:
Gehört in diesem Fall nun die verpasste Ohrfeige dem Standesbeamten?
Wie hat sich Katja verhalten?
@acrobat: ich hätte vermutet dem falschen Bräutigam. Aber wenn Sie so fragen.... Dem Standesbeamten?
Heut ist hier ja nicht besonders viel los. Alle im Musiksommer? Oder an der Gewitterfront? Das animiert mich zu einer kriminalistischen Gerdankenspielerei oder verbalen Akrobatik zwischen Lüge und Wahrheit:
Sorry, Frau Kittel und Herr Tesch, ich muss meinen Beitrag von vorhin in einer kleinen aber wesentlichen Nuance korrigieren:
Sie hatten mit Ihrer Vermutung den Finger mitten in der Wunde. Ich war damals der Trauzeuge. Ein anderer hat die Frau geheiratet, die anstelle meiner ja sagte. Erst über Umwegen nach ungefähr 10 Jahren fanden wir zueinander. Was haben wir beide in dieser verlorenen Zeit nicht alles verpasst…
Und nun wird’s zum Krimi: Wem gehört jetzt eigentlich die vergessene Ohrfeige?
@Oabis
Oh ja, ich würde auch so gerne nochmal mit meiner Großmutter reden. Das vermisse ich jetzt oft und bin traurig darüber, daß ich damals, als sie noch da war, zu wenig Interesse für "alte Geschichten" hatte. Wenn sie jetzt nochmal da wäre, also wenn ich nochmal 20 wäre, würde ich viel mehr Zeit mit ihr verbringen und so vieles fragen.
Es ist schade, man unterhält sich mit Eltern und Großeltern zu wenig über die wirklich tiefgehenden Fragen des Lebens. Und erst wenn sie nicht mehr da sind, erkennt man, was man alles verpaßt hat. Das ist wirklich etwas, was ich anders machen würde.
Ich bin heuer 33 Jahre verheiratet. 33 retour: ich würde sofort wieder Ja sagen.
Kindheit nochmal ? Ja, Ich wünschte mir gute tiefgreifende Unterhaltungen mit meinem Vater und Großvater. Hauptsächlich aber mit meiner Großmutter. Leider verstarben sie alle zu einer Zeit, wo man als flausiger Jugendliche dafür keinen Sinn hat. Leben mit dem Wissen von Heute, das wäre wie ein Sechser im Lotto.
mfg Oabis aus der Schweiz, verfolge Ihre Sendungen immer online Danke !
Ich sehe das ganz pragmatisch.
Auch wenn wir immer denken, wir hätten Dinge anders machen können, so hätten wir warscheinlich etwas sehr Ähnliches getan, das mit ziemlicher Warscheinlichkeit die Zukunft in die gleiche Richtung gelenkt hätte. Vielleicht nicht genau auf dem gleichen Weg, aber in gleiche Gefilde.
Das Leben verläuft doch am Ehesten nach unserem eigenen Lerntypen, vermute ich.
@Herbstlaub
Mein Beitrag fängt wie der Ihre an, doch er nimmt eine gänzlich andere Wendung:
Wenn der Oldie zum Youppie wird
Es wurde in der Sendung bereits mehrfach gesagt: Nochmal 20 sein - aber so klug wie heute. Ich dreh den Spieß einfach mal um und komme mit einer ver - rückten Idee. 80 sein und so klug wie 16 – wie wäre es denn damit?
Den jugendlichen Leichtsinn noch mal erleben dürfen – wie herrlich. Kirschenklauen direkt in einer Baumkrone, im Parka und mit Jesuslatschen eine Nacht beim Rockkonzert durchkiffen, mit der Schwalbe über gelbe Kornfelder rasen oder den ersten Sex vermasseln. Man hätte wieder die Narrenfreiheit der Jugend und könnte noch einmal ungestraft die Verrücktheiten von damals begehen.
Leider gibt es da ein Haar in der Suppe: Zum Kirschenklauen im Baum müsste man den Treppenlift benutzen. Bei der durchkifften Nacht hätte man Kontinenzwindeln an. Die Schwalbe wäre nun zum Rollator geworden. Und den ersten Sex würde man mit einer Frau vermasseln, die man eben erst kennen gelernt hat, mit der man jedoch schon 50 Jahre verheiratet ist.
Na, wenn das so aussieht, dann lieber doch nicht - aber träumen, nur mal träumen wird man ja wohl noch dürfen.
Zu Ihrer Frage an mich, Frau Kittel und Herr Tesch:
Sie hatten mit Ihrer Vermutung den Finger mitten in der Wunde. Ich war damals der Trauzeuge. Ein anderer hat die Frau geheiratet, die ich erst über Umwege nach ungefähr 10 Jahren selbst zur Frau nehmen durfte. Was haben wir beide in dieser verlorenen Zeit nicht alles verpasst…
Nochmal 20. Viele sagen: mit den Erfahrungen von heute ja. Die Naivität von damals soll zurückkommen. Soviele Chancen hatte man... Ich bin froh, daß ich nicht mehr so jung bin. Vieles ist jetzt klarer. Nicht mehr soviele Prüfungen. Die wichtigsten Entscheidungen sind erstmal getroffen. Ich konnte mir Träume verwirklichen. Ich würde eher gerne sowas wie eine andere Zeitlinie sehen (so als Star Trek Fan :-) ). Was wäre geworden, wenn ich manche Entscheidungen anders getroffen hätte. Wo wäre ich dann? Welche Menschen wären dann um mich? Z.B. hätte ich meinen Mann trotzdem kennengelernt? Daraus folgend: sind manche Dinge vorbestimmt und passieren unabhängig von Entscheidungen? Das wäre sicher interessant.
Mit 20 ist man auf der Suche, aber mit 35 immer noch. Es geht mir gut so wie alles ist, aber immer wieder halte ich an, schaue auf mein Leben. Man hat immer wieder die Chance, etwas anders zu machen. Und das Leben bleibt spannend! Jede Lebensphase hat ihr eigenes. Und ich bin froh, daß ich jetzt nicht mehr 20 oder noch jünger bin... die unendlichen Möglichkeiten sind auch irgendwie erschlagend.
Was ich wirklich manchmal vermisse, ist die Unbeschwertheit. Man hatte weniger Verantwortung, hatte noch wenig schlechte Erfahrungen. Trotz Lern- und Prüfungsstreß war ich doch viel unbekümmerter. Wir haben mehr gelacht und viel gesungen und musiziert, wozu jetzt oft die Zeit fehlt. Aber wie gesagt. Man hat ja immer die Chance was zu verändern.
Also, eigentlich mache ich hier bei Euch gern hin und wieder mit, - aber - dieses Thema hat doch zuviele Wenn und Aber.
Wenn ich nochmal 20 wäre -dann würde ich- oder dann würde ich nicht dieses oder jenes tun, oder nicht tun.
Was soll das - machen wir Märchenstunde , oder ?
Ich kanns nicht nachvollziehen und ich will es auch nicht.
Warum, die Jungen zocken an der Bank und die Alten als Politiker stehen mit unseren Steuergeldern (der Jungen und der Alten) dafür ein.
"Jugendwahn macht blind" ............Und was macht Alterswahn? (Wehe, wer jetzt an Politik denk!) ...;-)
Kann mich @Richard nur anschließen.
Aber, mein Gott! Was soll ich auch machen!
Die 20 liegt für mich noch in entferntester Zukunft!
Und ehrlich gesagt (und bitte jetz nich böse werden...):
Alle, die JETZT 20 sind, die kommen mir schon steinalt vor..... :-D
Jugendwahn macht blind
Im Wald trat plötzlich eine Quelle hervor. Es handelte sich um einen Jungbrunnen. Jeder, der sich mit seinem Wasser benetzte, wurde schlagartig 17 Jahre jung. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Menschen strömten in Scharen herbei, kamen auf Krücken, krochen auf allen Vieren oder ließen sich herankarren. Nach kurzer Zeit gab es nur noch 17jährige weit und breit.
Anfangs konnten die Verjüngten ihr Glück nicht fassen, doch dann begann das Drama. Es gab keine ausgebildeten Menschen mehr, wie Facharbeiter, Ingenieure, Lehrer, Ärzte… Selbst der Präsident war ein 17jähriger Dreikäsehoch. Niemand war geschäftsfähig, weil keiner 18 war. Das gesamte gesellschaftliche Leben brach zusammen. Der Jugendwahn hatte blind gemacht - blind für die Tatsache, dass jedes Alter mit seinem Wissen und seiner Erfahrung gebraucht wird für das Funktionieren des Gemeinwesens.
P.S. Ein ganzer Industriezweig brach neben anderen urplötzlich zusammen: Die Anti-Aging-Industrie. Doch man zeigte Flexibilität. Blitzschnell rochen die überkontinentalen Geldhaie, womit nun Kohle zu machen war: Mit dem Pro-Aging-Kommerz. Was es nun nicht alles gab: Turboglatze, Great-Falten-Forming, Zahngelbzahncremes, Altersfleckentatoos, Hörgeräteimitate, Lederhautsonnenstudios, Demenzdressings, Oxidantienfood und so weiter…
Alles zusammengenommen, ich möchte nicht noch einmal 20 sein. Mit den Erfahrungen von heute, das ist ein Wunsch aber wenn man trotz seiner Fehler und Fehlentscheidungen ein einigermaßen erfülltes Leben gelebt hat, sollte es nicht das Ziel sein, noch einmal 20 sein zu dürfen. Man hat ja auch Schönes erlebt und davon ist was geblieben genau wie auch die schlechten Erfahrungen weiter prägend sind.
Es ist schon manchmal traurig, wenn man feststellt, für dieses oder jenes zu alt zu sein oder wenn man z.B. an einem schönen Ort ist der Gedanke "hier werde ich wohl nicht nochmal herkommen". Es gibt dafür noch andere Überraschungen schöne und schlechte. Wenn man genug Kraft getankt hat, das Kommende, was es auch ist, zu meistern, dann ist es gut und man wünscht sich auch nicht, noch einmal 20 zu sein.
Wenn ich einen Moment noch einmal haben dürfte, dann wäre es der beim Standesamt vor mehr als 20 Jahren. Ich würde dem Rindvieh eine runterhauen, das dort für mich ja gesagt hat.
@Rimapu - "Wir sind wie wir sind, aber unter anderen Bedingungen könnten wir sein, wie wir gern wären!" .....(?) Ist das nicht eine sehr resignative Haltung, die zu Anpassung verführt?
Kann man nicht auch unter "misslichen Bedingungen" so sein, wie man gern sein möchte, ob mit 20 oder mehr oder weniger "alt"...........?
Haha, für mich gilt: Erst einmal die 20 erreichen ;)
Wenn jetzt die Fee vor dem Sender stünde mit dem Angebot „Noch mal 20“:
Waren Sie das nicht mit den drei Wünschen?
Die gibt’s heute nicht?
Nur die zweite Chance?
ja oder nein?
Und nichts zu verhandeln?
Und man ist allein damit?
Es ist nicht möglich weitere Teilnehmer zu benennen?
Mit Erinnerungen an den ersten Versuch oder ohne?
Wann eigentlich? 20 heute oder unter den Bedingungen von damals?
Und eine Ausstiegsklausel? Wenn es völlig schief zu laufen droht...?
Können Sie Morgen noch mal wiederkommen?
Liebe Frau Fee?
Wir sind wie wir sind,aber unter anderen Bedingungen,könnten wir sein, wie wir gern wären!
@vorace;: Rückblicke tendieren immer dazu gefiltert zu werden, man sieht nur, was man will ,anderes blendet man gern bewu0t oder unbewußt aus. Ist ja auch gut so. Erinnerung an schlechte und schwierige Ereignisse würden einen ja schier am Leben verzweifeln lassen.
Die Lebensuhr anhalten, ja zurückdrehen, das ist ein alter Menschheitstraum. Mich erinnert dieser Gedanke an Bilder von Breughel, aber auch andere, wo die jugendliche Wiedergeburt durch einen Jungbrunnen dargestellt wird.
Ich glaube grundlegend, dass wir Uns Vieles vormachen. Wir denken, wir könnten unser Leben im Großen und Ganzen selbst gestalten. Wir würden in der Zeit zurück gehen, gehen aber davon aus, der gleiche Mensch zu sein.
Aber im Endeffekt kommt warscheinlich Vieles doch so oder ähnlich, wie es war, weil Wir so sind, wie Wir sind.
Ja, 20 ist ein aufregendes Alter. Als ich so alt war, machte ich mich aus meiner kleinen Welt auf, wünschte und hoffte, dass sie immer größer werden würde. Das wurde sie, aber auch verworrener als vermutet! Ein mühsamer Weg. Rückblickend bin ich ganz glücklich, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist.
Würde man sein Leben ab einem bestimmten Alter noch einmal leben dürfen, stöße man sich vermutlich trotzdem an denselben oder anderen Ecken und Kanten des Lebens. Vielleicht ist das der Grund für den Wunsch, noch einmal 20 zu sein: man möchte ein paar Wunden und Narben weniger haben.
Käme also eine gute Fee o.ä., sie müßte an mir vorbeiziehen und ihr Angebot einem anderen unterbreiten .... Nein. Ich liefe ihr vermutlich wenig später nach. Denn wenn ich so recht überlege, gab es da auch ein paar Dinge, die mir heute noch/wieder gefallen würden ....
Wieder 20 sein? Heute? Nochmal 2004? Früher im Kalten Krieg?
Nöööööööööööööööö!
Ich bin zwar noch nicht gar zuweit entfernt, genieße auch noch stetigen Umgang mit diesem seltsamen Grüppchen von Menschen, doch kann ich aus voller Brust sagen: Niemals! Selbst wenn ich mit dem erworbenen Wissen und allen Erkenntnissen auftrumpfen könnte, hieße das doch, dass ich meinen bisherigen Lebensweg in Frage stelle und das wäre doch nachgerade traurig. Würde ich irgendetwas anders getan haben, wäre ich ein anderer und das möchte weder ich noch die Menschen die mich kennen und schätzen.
@Hans, Sie zitierten: «Wie heißt es doch so schön in einem Figaro-Jingle: "Man muss sich einreden, das es schön war ....»
Ist die Grenze zur Verklärung nicht sehr dünn?
Eigentlich möchte ich nicht noch mal dorthin zurück, zu meinem 20. Lebensjahr, denn das war genau das Alter der extremsten Einschnitte in meinem bisherigen (sorgenfreien) Leben. Ich fand den (vermeintlichen) Traummann, verließ mein Elternhaus, habe geheiratet und wurde zum ersten Mal Mutter.
Als Einzelkind (und bis dahin sehr behütet) erfuhr ich, was es hieß, einen eigenen Haushalt zu führen zu kochen, zu waschen, zu putzen, Kind zu betreuen, dann Vollzeit arbeiten zu gehen und…und…und. Eine Bekannte sagte damals mal zu mir „ich seh’ dich immer nur rennen…“ und obwohl ich wirklich mein Bestes gab, war es dem mir Angetrauten nie genug. Ich ertrug sein ständiges Gemecker lange… viel zu lange.
Und nun kommt meine Zwickmühle, weshalb ich „eigentlich nicht“ auf die hier gestellte Frage schrieb. Denn würde ich in genau die gleiche Zeit wie damals versetzt, könnte aber etwas ändern, dann müsste ich theoretisch auf zwei meiner drei Kinder verzichten. Ich hätte mich nämlich viel, viel eher von diesem permanenten Nörgler und Besserwisser getrennt – das geht aber nicht, denn ich will ja nicht auf meine Kinder verzichten… und zwar genau auf die, die ich bekam…also würde ich ausharren, wie damals und das wäre dann wieder ein Fehler. Deshalb sag ich mal –ich wäre – vor allem, was die Kondition anbelangt (lach) schon manchmal gern jünger (30 wäre perfekt) das dann aber im Hier und Jetzt und MIT allen Erfahrungen. Ich wäre dann sicher nicht altklug und besserwisserisch… aber – ich wäre gewarnt ;-)
Wäre ich noch einmal 20 Jahre alt, würde ich heute versuchen, meine Träume und Lebensziele gegen den Willen meiner Eltern durchzusetzen. Damals war ich in diesem Alter noch von den Wertvorstellungen meiner Eltern (beide Jahrgang 1921) geprägt. Eine Frau sollte zwar einen Beruf erlernen, jedoch nur für Notfälle. Dieser Notfall wäre gewesen, dass der zukünftige Ehemann verstirbt oder die Ehe scheitert. Zumindest hätte ich dann auf eigenen Beinen stehen können. Grundsätzlich aber hatte in meiner Familie ein Mädchen die Aufgabe, eine Familie zu versorgen: Das bedeutete, den Mann zu versorgen und Kind/Kinder ordentlich zu erziehen. Strümpfe stopfen zu können und das Haushaltsgeld so verwalten, dass am Monatsende immer noch Butter auf das Brot gestrichen werden konnte. Kleidung diente lediglich dazu, dass man im Sommer nicht schwitzte, im Winter keine kalten Füße bekam. Die Absätze der Schuhe durften nicht "abgelatscht" und mussten immer frisch geputzt sein. Fingernägel waren sauber zu halten, jedoch ohne Lack.
Damals war es mir mit 20 noch wichtig, dass ich möglichst diesen Wertvorstellungen entsprach. Denn ich konnte mir kein anderes Lebensmodell vorstellen.
Träume hatte ich trotzdem. Ich träumte von einem anderen Beruf. Von einem Leben im Ausland.
Meinen Berufswunsch konnte ich mir mit 50 Jahren erfüllen. Im Ausland zu arbeiten und zu leben allerdings nicht. Traurig bin ich aber nicht, dass ich mein Leben ausschließlich in Deutschland verbrachte.
Meine Lebensplanung sähe heute mit 20 Jahren anderswürde aus. Keinesfalls würde ich mich so früh binden mit dem Ziel, den Ansprüchen der Familie zu genügen. Es gäbe von meiner Seite aus wohl mehr Widerspruch bei so unwichtigen Dingen wie Kleidung. Heute würde ich in jedem Fall einen Modetrend durchsetzen. Auch würde ich mir die Ausgehzeiten nicht mehr vorschreiben lassen. Bei der Auswahl meiner Freunde wäre ich selbstbewusster.
Gute oder schlechte Erinnerungen gibt es aus dieser Zeit aber nicht. Ich habe es genossen, die mechanische Schreibmaschine gegen eine elektrische Ausführung zu tauschen. Die Zeiten waren damals vielleicht etwas besser als heute. Den es gab beinahe jeden Tag einen weiteren Fortschritt gab. Zum Beispiel das Telefonhäuschen, das man auch mit einer Telefonkarte benutzen konnte, gehörte zu den erfreulichen Fortschritten. Die Auswahl an Körperpflegemitteln wurde größer und man konnte eben nicht nur Pommes mit Currywurst essen. Da war plötzlich ein Italiener, der nicht nur Eis sondern auch Pizza verkaufte.
"Man müsste noch mal 20 sein und so verliebt wie damals", heißt es in einem Schlager. Diese Erinnung habe ich leider nicht. Wenn ich heute noch einmal 20 wäre, wäre ich wohl beim Flirten etwas mutiger als damals. Die Chance sich zu verlieben, die gab es damals nur begrenzt. Wie denn auch, wenn man um 22 Uhr schon wieder die Füße unter dem elterlichen Tisch haben musste.
"Jugend", sagte mal jemand "das ist vor allem das Übergewicht der Hormone über die Argumente". Will man da nochmal durch? Ergebnisoffen? Vielen erscheint die Jugend glorreicher als sie wirkich war. Unser Hirn, unser Gedächtnis ist da bewundernswert selektiv. Schlechtes vergessen, Gutes erinnern, das hilft beim Überleben, Durchhalten. Wie heißt es doch so schön in einem Figaro-Jingle: "Man muss sich einreden, das es schön war ...."
@rimapu - nun ja, schon klar das es heute schwer verständlich, doch in unserer Zeit und unserem Land verging die Zeit subjektiv halt langsamer und die unbeschwerte Zeit war längerandauernd bei langsamen gleitenden Übergang ins Erwachsenenalter. Eben friedvoller. Heute höre ich nur, wie schnell Kinder "erwachsen-werden-müssen", um in dieser warum auf einmal so schnellebigen Zeit fit zu sein. Muß es nicht im mindesten. Komisch nur, nicht nur ich war sehr lange Kind, und doch im Erwachsenenalter keine Verantwortungsprobleme (nicht nach dem Motto: aha, wohl nicht erwachsen geworden?) - nein, sogar im Gegenteil gereifter und in verantwortungsvoller beruflicher Situation, noch dazu ohne Überforderungssymptomatik, wie es vielen der weitaus jüngeren Kollegen ergeht, die "schneller erwachsen" wurden. Ist schon sehr eigenartig, wie gut mir diese lange unbeschwerte Kindheit in der ach so bösen Diktatur bekam ...
mein vater würde diese frage mit einem glatten *nein* beantworten. er gehörte zur kriegsgeneration.
aber an ihn ist die frage wohl nicht gestellt.
ich denke, wer versucht hat zu verstehen, zu lernen, warum seine geschichte so verlaufen ist, wie sie sich ereignet hat, der wird sich diese frage nicht stellen, denn er kann sich so akzeptieren, mehr noch, sich so annehmen wie er ist. keine trauer, kein nachweinen, schon gar keine fragen nach der schuld!
warum sollte ich mich nach meinen unzulänglichkeiten und peinlichen auftritten zurücksehnen?
wer gibt mir die garantie, ich hätte manches anders getan? natürlich: manch schönes ereignis würde ich schon gerne 1:1 zurückholen. dafür habe ich aber heute andere möglichkeiten.
es ist gut so, dass eine mögliche zeitmaschine nur in unseren köpfen existiert!
Ich weiss nicht, Madame MEINECKE, ob Sie da nicht etwas suchen, was für uns nicht mehr die von Ihnen erwartete Dimension hat. Die Musik von damals («If you come to Sand Francisco», «Massachusets» von jensseits, die Puhdys und City von diesseits) ist für mich heute so wie ein Flieger, dem ich damals sehnsuchtsvoll hinterhergeblickt habe.
Ja, damals... Die Träume, die sich mit dieser Musik verbunden haben, wurden erfüllt. Gleichzeitig hat sich auch der Geschmack weiter entwickelt, verändert. Lediglich das Thema des SciFi-Films der DEFA «Eolomea« (Günter Fischer, «Kalt und weiss schimmert der Mond») berührt mich immer noch tief - jedoch ohne den Wunsch zu provozieren, am Zeitstrahl (welch' Antagonismus) hinabzusteigen.
Smetana, Dvorak, Martinů oder Tschaikowski - sie sind immer noch da, finden wie früher den Weg auf den Plattenteller (ins CD-Fach).
Als ich noch in der DDR lebte, hätte ich nicht gewagt davon zu träumen, in die Semper-Oper zu gehen. Jetzt, wenn wir in Dresden sind, gönnen wir uns dieses Vergnügen. Warum also zurück in der Zeit?
Also, man bekommt es ja nicht so mit, wie sich der Geschmack langsam ändert. Zweimal war ich in Leipzig bei den Stones. Ich fühlte mich schon in die Zeit zurückversetzt, als ich so 15 - 20 war.
Bei der klassischen Musik ist es etwas anders. Da haben sich meine Auffassungen zu Interpretationsfragen geändert aber nicht zu den Stücken an sich. Was mir damals gefallen hat, gefällt mir auch heute noch.
Anschauungen: Wahrscheinlich würde ich viele Fehler wieder machen, weil sie vielleicht Spaß gemacht haben. Andere Fehler waren meinem Naturell geschuldet. So oft ich mir sage, halte dich jetzt besser zurück, mach nicht wieder denselben Fehler, ich mache ihn trotzdem (meistens jedenfalls) und behaupte, wenn ich nochmal 20 wäre (mit 20 bin ich zum Grundwehrdienst eingezogen), ich würde die gleichen Fehler wieder machen. Das hat weniger mit den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen zu tun. Ich würde vielleicht sogar mehr Fehler machen, weil ich in dieser Gesellschaft nicht zu so klaren Wertvorstellungen erzogen worden wäre.
Oh ja, liebe Carola Meinecke! - das kann ich sehr gut nachvollziehen - das mit den CDs und dem Wein.....................! ;-) Und im Lauf der Zeit ändern sich ja auch Geschmäcker und Vorlieben: Ein Buch, das man in diesem Alter gelesen hat oder Musik, die man geliebt hat, erscheint später oft fade oder unverständlich und man entdeckt, falls entsprechend aktiv, auch ganz neue Welten.......
Aber des Pudels Kern steckt bei der Fragestellung doch vorwiegend in der Überlegung, ob man sich heute - wenn man noch einmal 20 wäre - freier fühlen könnte, mehr Möglichkeiten einer ungehinderten Entfaltung hätte und ob die derzeitigen gesellschaftlichen Maßstäbe (und auch die "moralischen" beispielsweise) das Leben bequemer, sorgloser, unbedarfter und "glücklicher" - weil mit mehr Möglichkeiten - erscheinen lassen......(?)
Für mich ist eine Zeitreise in die Vergangenheit auch mit Musik verbunden. Sobald ich z.B. "The Cure", oder "Take That", oder auch die "Pet shop boys" höre, stellt sich das Gefühl von damals ein. Natürlich war ich nach der Wende dann auch bei einem der großen Konzerte der Rolling Stones, das wollte ich auf jeden Fall mal miterleben. Aber so richtig hat mich das dann nicht überzeugt, das Konzert in Prag Anfang der 90er. Es war irgendwie ernüchternd, diese Musiker dann mit tausend Anderen aus einiger Entfernung zu sehen - zu klein - zu laut - zu kommerziell. Da Lob ich mir die Platten und CDs, die ich ganz in Ruhe und in toller Qualität zu Hause hören kann und das Ganze bei einem guten Glas Wein.
La Rochefoucauld immer wieder mal zur Hand zu nehmen, darin zu blättern und lesend kleine Portionen gedanklicher Kostbarkeiten zu sich zu nehmen, lohnt immer!! (Man vergisst dabei, wie jung oder alt man ist.......)
@musicandus Danke für die Übersetzung, leider reicht mein Französisch auch nur zum Einkaufen oder
Zeltplatz buchen .
Zum Thema:Wenn wir jetzt auch manchmal sagen, hätte man in der Jugend doch andere Wege beschritten oder Entscheidungen getroffen, wir wären doch nie die Persönlichkeiten geworden,die wir jetzt sind. Also war alles irgendwie richtig.
Wenn wir nochmal 20 wären, würden wir wieder andere Fehler machen.
Übrigens danke @caulfield, als ich so ungefähr 20 war, hatte ich mal die Maximen und Reflexionen von La Rochfoucauld gekauft,(muß noch in einer Bücherkiste auf dem Boden sein,glaube Reclamausgabe),habe es wieder weggelegt.
Vielleicht nehme ich es jetzt wieder in die Hand....
Wenn @Vorace zu diesem Aphorismus meint, es könne ein eigenes Diskussionsthema für sich sein, wäre die nächste Frage: Will man Laster nicht wiederholen auf Grund von Erfahrungen oder will man - so wie das eigentlich gemeint ist - noch mal Zwanzig sein, um diese zu vermeiden....? Oder könnte ein Leben mit Zwanzig in der Gegenwart sorgloser sein als früher....?
Donnerwetter, mit 20 noch Kind gewesen!
Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Heute ? Nein ! Ich bin heilfroh, eine so friedliche und sorgenfreie Kindheit gehabt zu haben.
Ich warte und warte auf die Übersetzung von @caulfield............
Jetzt ist mir der Geduldsfaden gerissen und ich habe in den Maximen und Reflexionen von La Rochfoucauld nachgesehen. Nr. 191 lautet ins Deutsche übersetzt:
Man könnte sagen, die Laster erwarteten uns auf dem Weg des Lebens gleich Wirten, bei denen man nacheinander einkehren muss, und ich zweifle, ob die Erfahrung uns sie vermeiden ließe, wenn wir den Weg zweimal machen dürften.
Eine andere Übersetzung lautet:
+++vermutlich urheberrechtlich geschützte, neuere Übersetzung+++Textstelle gesperrt+++meinFIGARO-Team+++
(Anmerkung des Users: Unter Laster sind hier mitnichten LKWs zu verstehen!)
Ja, chère @yvokiwi.
@Caulfield - wenn ich die Sprache nicht verstehe, kann ich die Worte auch nicht lesen.
Angesichts der vielen fehler, die man gemacht hat hätte eine Wiederholung schon ihren Reiz aber wahrscheinlich auch keine Spannung mehr. Es ist schon gut so und dass man nur einen Versuch hat.
ja ,
als Nachkriegskind
aus Polen zurück nach Deutschland
ohne alles
waren meine Möglichkeiten etwas zu lernen was mich interessiert gleich null
ich möchte meine Fähigkeiten von damals ausschöpfen
Ah, non, un texte de La Rochefoucauld,dommage!
@Vorace Das war ein durch und durch französischer Kommentar. Höflicher hãtte man es nicht sagen können!
@Caulfield, ich zolle Ihnen grossen Respekt für Ihre Beherrschung verschiedener Sprachen. Bravo! Jedoch scheint es mir (ich bewege mich da zugegebenermassen auf einem sehr niedrigen kulturellen Niveau) zweckdienlich zu sein, auch den Ursprung des Zitates zu vermerken, zumal, wie mir scheint, Sie die «Maximes» von LA ROCHEFOUCAULD gelesen haben.
Vielleicht könnten Sie dem Zitat auch für jene Community-Mitglieder, die des Französischen nicht mächtig sind, eine Übersetzung hinzufügen (Google-Übersetzungen haben manchmal einen ganz eigenen, aber nicht immer sachdienlichen Charme :-))
Manchmal ist es eben nicht ganz ohne Interesse zu wissen, wer, wann und in welchem historischen Kontext Urheber eines Zitats war. (Übrigens auch ein Diskussionsthema für sich.)
C'est un texte de toi, Caulfield? - Chapeau!
On peut dire que les vices nous attendent dans le cours de la vie comme des hôtes chez qui il faut successivement loger; et je doute que l'expérience nous les fît éviter s'il nous était permis de faire deux fois le même chemin.
Woran manche bei dieser Fragestellung denken,
ist wohl dieses etwas sentimentale Liedchen:
+++ kommerzieller Link ersetzt durch http://www.bonsound.de/admin/brings-songtext-ma... +++ meinFIGARO-Team +++
Ansonsten aber, hm, neeee, lieber nicht!
Noch mal 20 sein, ja warum nicht, aber nicht 1968, was da passieren würde , das hat ich schon, wenn dann 1988!
Bloß nicht!!! Kinder aus dem Haus, Arbeit macht noch Spaß, Körper, Kopf und Beziehung funktionieren, Zeit für sich und andere- was will man da noch mehr?
Also die ganzen Dummheiten nochmal machen? War eine schöne sorglose Zeit....
Natürlich ist man mit 50 nicht mehr so unbekümmert.
Und oft muß ich schmunzeln, wenn meine Kinder jetzt genauso überschwenglich und idealistisch sind wie ich damals.
Aber nee, nicht nochmal 20 sein,wäre mir zu anstrengend.
Ist gut , wenn man jetzt manchmal weise über etwas lächeln kann.
Och, nö!
Nö, bei 20 würde ich nicht weider einsetzen wollen, vielleicht mit 37. Hätte man mit 20 das Wissen des 50jährigen, was würde es nützen? Möchten Sie altklug durchs Leben gehen und mit ansehen, wie die anderen um einen herum in Fehler und Verderben laufen?
Wenn ich die Erfahrungen von heute hätte und somit manche Entscheidung anders machen könnte, dann könnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden. Ein paar Falten und Pfunde weniger wäre auch nicht schlecht. Aber eine Wiederholung muss nicht sein.
Ich möchte noch mal 1020 sein, seit meinem 4775 Jahr baue ich ganz schön ab....
.... Halbelf Isí
Wäre ich wieder 20, ich würde mehr Frauen küssen als ich das getan habe, aus Scheu vor möglicher Ablehnung. Ich würde den Frauen danken, die mich mit Wohlwollen begleitet haben, denn heute weiß ich besser, was ich damals nicht richtig machte und wie schmerzlich das für sie sein mußte. Und die Menschen, die kamen und gingen, würde ich mit toleranteren Augen begegnen.
Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit meinem Alter. Ich habe zumindest keine Pickel mehr, allein das ist schon viel Wert. Und ich weiß auch, was ich kann und was nicht. Das erleichtert Vieles.
Also: ich möchte niemehr zwanzig sein.....
Im Prinzip nein. Es gibt ein paar Stunden in meinem Leben, die ich vielleicht gerne nochmal hätte so ähnlich wie bei Reppichauer, aber so wies jetzt ist ist es eben.
Das Lebensgefühl altert in der Regel nicht, im Gegensatz zu Leib und Hirn. Innerlich fühlt man sich vermutlich immer jung.
Ich hab eh den Eindruck, die Menschen werden immer jünger. Muss ja nicht gleich bis auf zarte Zwanzig zurück gehen. Sich mit Fünfzig wie Zwanzig fühlen, ja, das gefällt mir! Da mach ich mit :-)
Was Gesundheit und Fitness angeht, ja - zusammen mit der Erfahrung von heute. Da könnte man viel bewegen, anders machen (nicht unbedingt besser). Geht aber nicht. Also genieße ich das Leben hier jetzt mit der erworbenen Erfahrung und den verbliebenen Träumen. Und Träume habe ich noch genug. Nach vorne schauen, nicht im Rückblick verharren, erscheint mir wichtig.
Nein. Lediglich die Zeitspanne zwischen diesem und meinem jetzigen Alter hätte ich gern. Dann könnte ich all das lernen, lesen und erfahren, was ich in winzigen Ausschnitten jeden Tag entdecke, und von dem ich weiss, dass meine Zeit auf dieser Welt dafür nicht ausreichen wird.
Noch einmal die Ängste, Erniedrigungen, Mobbing? Und manche Kreuzwege waren keine wirkliche Alternative, wie ich heute weiss.
Da wir den Wunsch ja dann allen erfüllen müssten, liefe es auf einen kompletten Neustart hinaus. Etrange!
Kleines ja, großes NEIN.
Dann lieber nochmal auf Null. Vielleicht könnte ich dann meinem Bruder das Leben retten, der verunglückte, als ich zwei Jahre alt war. Dann wäre vielleicht - nein, ganz sicher wäre dann unser Familienleben anders verlaufen.
Sorry - so eine blöde Frage. Mit der wollen wir doch alle allein bleiben, oder?
Nein, keine Lust alles nochmal zu wiederholen. Ich bin froh, so weit zu sein, wie ich bin.