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Hans 19. Februar 2012 · 12:08 Uhr 568 mal aufgerufen
Kategorie: Bildung und Erziehung
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Schmetterlinge haben es schwer

Zum Schmetterling des Jahres

In dieser Jahreszeit denkt man vielleicht mehr an Schmetterlinge im Bauch als an die bunten Falter, die uns den Sommer über erfreuen. Aber bald tauchen sie wieder auf. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die europäischen Schmetterlinge stehen unter Druck: jede 11. Art droht auszusterben, jede 3. ist im Bestand gefährdet. Meist sind sie spezialisiert auf bestimmte Nahrungspflanzen. Und wenn diese nicht mehr da sind in unserer Kulturlandschaft, verhungern die Raupen. Die Raupen der Tagpfauenaugen z.B. lieben Brennnesseln; aber Ödflächen mit Brennnesseln werden immer rarer. Ebenso mangelt es den Schmetterlingen häufig an geeigneten Verstecken zum Verpuppen und zum Überwintern. Mit dem Schmetterling des Jahres will man auf die Sorgen der Schmetterlinge aufmerksam machen. Es ist 2012 das Kleine Nachtpfauenauge - gar nicht so klein und durchaus erfolgreich beim Abschrecken von Fressfeinden mit den auffälligen Augenflecken. Männchen und Weibchen dieser nachtaktiven Falter verständigen sich mit Signalstoffen. Damit ihnen auch kein Molekül entgeht, haben Männchen ziemlich große Antennen, mit denen sie die weiblichen Lockstoffe erriechen.

Schmetterlinge sehen nicht nur schön aus; sie können auch sonst oft viel. Nachtschmetterlinge werden z.B. gern von Fledermäusen gejagt. Mit dem Ultraschall der Fledermäuse können die Falter leicht geortet werden. Einige Nachtfalter haben sich geschickt angepasst. Sie nehmen die Ultraschall-Ortungslaute wahr und gehen sofort in einen rettenden Sturzflug über. Andere Nachtfalter stören erfolgreich den Radar der Fledermäuse mit eigenem Ultraschall. Schmetterlinge nutzen diese Tricks schon seit Jahrmillionen; wir erst seit dem letzten Weltkrieg!

Während man bei uns manche Schmetterlingsart kaum noch entdecken kann, warten in den Tropen noch viele Arten auf ihre Entdeckung. Erst jüngst fanden Forscher wieder über 100 neue Arten in den mittelamerikanischen Regenwäldern. Übrigens, die bunten Schmetterlinge verwenden gar keine Farben für ihr Make-up. Ihre Flügel sind mit farblosen Schuppen besetzt, die das Licht brechen und so die vielfältigen kunstvollen Farben und Muster entstehen lassen. Ein auffälliges Aussehen ist für verschiedene Schmetterlingsarten überlebenswichtig. Mit ihrer Warntracht weisen sie nämlich daraufhin hin, dass sie ungenießbar sind. Das gelingt ihnen, weil sie aus Giftpflanzen die Wirkstoffe übernehmen und in ihrem Körper speichern. Vögel verstehen diesen Zusammenhang sehr schnell.

Kohlweißling

Tagpfauenauge

Helft den Faltern, indem ihr den Garten nicht zu sehr aufräumt und euch bei der Erhaltung von Lebensräumen engagiert.

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Elevin 21. Februar 2012 · 21:04 Uhr

Ich habe schon viele Jahre einen Garten ,nicht besonders auf geräumt und ich versuche so viel wie möglich Naturnahes zu erhalten, wenig b.z.w gar keine Chemie zu verwenden u.s.w
Aber auch ich merke das man sich mühen kann wie man will wenn der äußere Rahmen nicht stimmt.Wir leben nicht unter einer Glocke und alles Zerstörerische macht keinen Bogen um unsere Biotope.
Als Gartenfan weis ich wohl was es bedeutet wenn Arten aus sterben,wenn Nahrunhgsketten unterbrochen werden .Man kann bei diesem Thema nicht immer nur im Kleinen arbeiten.Es muß auch im Großen und Ganzen viel getan werden.
Schmetterlinge sind wunderschön und als ich letzten Sommer spät Nachts beim Grillfest noch im Garten war habe ich an meinen üppig blühenden Nachtkerzen das erste mal einige Nachtfalter gesehen.Es war zauberhaft......

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meyertomas 21. Februar 2012 · 13:45 Uhr

Aus diesem Blickwinkel gesehen - danke für die Richtungsweisung. Denn so gesehen stimme ich nun zu und kann den Ernst der Situation unterstreichen. Doch nicht erst jetzt wird gewarnt vor den (nicht absehbaren) Folgen des Aussterbens von Tierrassen. Es bedingt ein noch zu spürendes natürliches Ungleichgewicht, unter dem der Mensch letztlich leiden wird. Bei den Pflanzen angefangen über die Tiere und zuletzt bei uns. Wir alle gehören zu ein und demselben Umweltraum und bedingen einander. Das stand schon auf dem Lehrplan Biologie unserer Schulzeit. Sicher, Veränderungen ergeben sich, doch liegt es an uns, einen intelligenten Abgleich zu schaffen und ein zunehmendes Ungleichgewicht nicht noch zu begünstigen. So danke ich für die Anregung zum ernsthaften Nachdenken und entschuldige mich für die Politisierung.

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Hans 21. Februar 2012 · 08:23 Uhr

@meyertomas: Da hst du den Hintergrund meines Beitrags nicht verstanden. Wenn Tierarten sich aus unserer Welt verabschieden, dann ist etwas nicht in Ordnung. Sie sind häufig überdeutliche Indikatoren für das zerstörerische Tun der Menschen. Und eine schöne Allegorie auf die Gegenwart ist das auch noch: Wenn deine KInder die Vielfalt der Natur als etwas Positves sehen lernen, werden Sie auch politisch, gesellschaftspolitisch das tun, was dir vermutlich vorschwebt, nämlich Vielfalt, Toleranz, Engagement für das Ganze zeigen.

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meyertomas 21. Februar 2012 · 07:48 Uhr

Das verstehe ich gut - denn es ist üblich in diesem Land. Man sollte sich besser mit den angenehmeren Seiten beschäftigen. Drum ist dieses Thema hier ein gut gelungener Beitrag dazu. Zitronenfalter suchte ich als Kind wie heute auch wieder gerne, da nicht oft zu sehen. Und meine Kinder gucken sich gern die Raupe "Nimmersatt" an. Das läßt doch für unsere Zukunft hoffen.

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Hans 21. Februar 2012 · 00:05 Uhr

@meyertomas: Das reimt sich zwar, aber was man sich für einen Reim in diesem Zusammenhang darauf machen soll, ist mir schleierhaft. Ich will den Schleier auch gar nicht lüften.

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meyertomas 20. Februar 2012 · 23:09 Uhr

Schmetterlinge haben es schwer, unsere Alten und Kinder noch viel mehr.

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Hans 20. Februar 2012 · 10:28 Uhr

@barbara: Da entsteht ja ein richtiges Insektenparadies; wichtig ist, die Refugiumsecke möglichts ungestört zu lassen. Das Ausbreiten unerwünschter Pflanzen im Garten von dort kann man ja eingrenzen. @musicandus: Etliche Raupen sind ja sehr markant gefärbt, behaart oder so und sind leicht zuzuordnen, oft genug hat man aber auch Probleme und in den Bestimmungsbüchern sind Raupen oft nicht dargestellt. Aber vielleicht die Raupenbilder aufs Smartpone? Ich versuchs mal.

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exUser 19. Februar 2012 · 19:26 Uhr

(...bitte um Nachsicht für die kleine Blödelei am Mittag!.......) ;-)

Für mich ist wichtig, vor allem auch für die Bestimmung von Raupen - womit ich mich immer ein bisschen schwer tue (aber die Insider werden diesen link längst kennen):

http://www.schmetterling-raupe.de/

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Barbara 19. Februar 2012 · 18:43 Uhr

Ich habe mir sowieso vorgenommen, in diesem Frühjahr ein paar "gemütliche Ecken" für die Schmetterlinge und Insekten im Garten einzurichten. Bunte Wiesenblumen werden ausgesät, Pflanzen mit wohlschmeckenden Samen angepflanzt, ein Insektenhotel muss unbedingt gebaut werden. Da fällt mir noch einiges dazu ein. Und weil ich mir die Lektüre einiger sehr dicker Wälzer vorgenommen habe, wird es garantiert genügend unaufgeräumte Winkel geben!

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keinortnirgend 19. Februar 2012 · 18:33 Uhr

Ich möchte an dieser Stelle die neue Plattform www.insekten-sachsen.de aufmerksam machen.

Letzten Sommer wären die kräftig blühenden Dolden des Majorans beinahe einer Aufräumaktion meiner Mutter zum Opfer gefallen. Sie hatte den ganzen Sommer über gar nicht bemerkt, wie viele verschiedene Schmetterlinge sich dort um die Mittagszeit versammelten. Reicht eine Ecke mit "Unkraut" oder kann dem bunten Faltern noch mehr anbieten?

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exUser 19. Februar 2012 · 14:11 Uhr

.........und (ähäm!), sind "Schmetterlinge im Bauch" nicht auch "Wunder der Natur"............;-)

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exUser 19. Februar 2012 · 14:06 Uhr

.......(nur mal so nebenbei): warum sollten Schmetterlinge im Bauch nicht auch geschützt werden. Es wäre ja vorstellbar, dass sie sich auch dort wohlfühlen...............;-)

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micha12 19. Februar 2012 · 12:41 Uhr

Die Entomologi ist die kunde Schmetterlingsarten der Lebensraume und das Biodop der Schmetterlinge
ich habe Schmetterlinge EXOTEN aus der aufgezogen ich habe die
Metamorphose das Wunder der Natur beobachtet
es ist eine Wissenschaft der Natur und immer eine Freude

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alabama 19. Februar 2012 · 12:19 Uhr

Ja hinter unserem Garten war eine große Wiese und verschiedene Pflanzen .
Ich konnte oft beobachten dass da viele bunte Schmetterlinge flogen oder saßen.
Jetzt hat man vieles platt gemacht und es werden EFH hingebaut ,schade .

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