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Tobias_Barth_FIGARO 03. Juli 2012 · 13:35 Uhr 653 mal aufgerufen
Kategorie: Gesellschaft

(Kinder)armes Deutschland!

Sommer, Sonne, dicke Bäuche. Und zwar richtig dicke: Schwangerschaftsbäuche. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Dass immer im Juli so viele Hochschwangere im Straßenbild zu sehen sind? Ein Blick auf die Netzseiten des Statistischen Bundesamtes bestätigt: Es ist keine optische Täuschung, sondern zahlenmäßig belegter Fakt. In den Sommermonaten Juli, August und September werden die meisten Kinder geboren. Die Zahl schwankt um die 60.000 je Monat, das sind etwa 5.000 bis 10.000 mehr als in den anderen Monaten. Aber der Blick in die Statistik zeigt auch den drastischen Rückgang der Geburtenzahlen in Deutschland. Noch 1990 wurden über 900.000 Kinder im Jahr geboren, 20 Jahre später liegt die Zahl bei knapp 680.000. Die Ursachen dafür sind vielfältig - und so umstritten sie auch sein mögen, offenbar ist Deutschland kein sehr kinderfreundliches Land. Schon gar nicht im Empfinden von Müttern, die ihr Kind oder ihre Kinder allein erziehen. Alleinerziehend zu sein ist in Deutschland Armutsrisiko Nummer eins.

Trotz der sich verschärfenden sozialen Lage wächst keine andere Bevölkerungsgruppe so rasant wie die der Alleinerziehenden, und die Zahl ihrer von Armut betroffenen Kinder nimmt stetig zu.

Die Autorin Marie von Kuck wollte wissen, wie sich das anfühlt, Leben allein mit Kind. Sie besuchte Alleinerziehende, begleitete sie im Alltag, sprach mit ihnen über Belastungen und Freuden des "Fulltimejobs Mama", über Lebensstrategien, die selten Platz lassen für eine Wahl zwischen Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung. Und sie lernt die Geschichte vom Stechmückenweibchen kennen, das sich allein auf die lebensgefährliche Suche nach Blut begibt, ohne das seine Eier nicht reifen können…

Der Anlass dieser Exkursion in das Innere der deutschen Kleinstfamilie war ein ganz konkreter. Die Autorin ist 32, steht mitten im Berufsleben und wird ungewollt schwanger. Der Kindsvater will damit nichts zu tun haben. Und so stellt sich für sie die existentielle Frage: Mutter werden oder nicht, Kind bekommen oder Schwangerschaft abbrechen? Sie bleibt mit ihrer Entscheidung allein.

Uns interessiert auch Ihre Meinung!


Sind Frauen, die sich entscheiden, Kinder allein großzuziehen, verantwortungslos? Naiv? Fatalistisch? Blind für die Folgen? Oder trotzig?

Was muss geschehen, um das Armutsrisiko Alleinerziehender zu mindern? Was muss geschehen, damit Deutschland kinderfreundlicher wird?

Das Feature "Der Mut der Mücke - Lebensstrategien Alleinerziehender" am Samstag, 7. Juli 2012, 9.05 Uhr bei MDR FIGARO und anschließend für sieben Tage zum Nachhören unter www.figaro.de

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exUser 06. Juli 2012 · 01:40 Uhr

Frust laß nach, du bist umzingelt.

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meyertomas 06. Juli 2012 · 00:27 Uhr

Jawohl, so sind sie eben, diese bösen Männer und die armen bedauernswerten aufopferungsvollen alleinerziehenden Mütter. Nun soll doch endlich mal der Mann in die Verantwortung als Vater genommen werden. Klar - so tat ich dies, und wurde dafür gerichtlich ausgesperrt und entsorgt. Ganz gesetzeskonform versteht sich. Die arme von mir im Stich gelassene Mutter muß nun grad so am Existenzminimum leben (eigenes Haus mit großem Grundstück und zwei mal Jahresurlaub) und ich schmarotze verantwortungsfrei herum, (erforderlicher Umzug in nicht sanierten Altbau und alle zwei Jahre ein Jahresurlaub). Den kleinen Unterhalt für zwei Kinder bringt man(n) doch locker aus der Portokasse auf. Ist schon schlimm, so ein verantwortungsloser Rabenvater zu sein. Bitte helft den alleinerziehenden Müttern, endlich besser anerkannt zu werden und auch entsprechend finanziell zu unterstützen.

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roby1981 05. Juli 2012 · 23:04 Uhr

@bg_jena: jeder fall hat sein eigenes strickmuster, das verneint übrigens die autorin dieses "features":

jeder fall ist gleich, der böse mann macht sich aus dem staub !

so lange ein kind groß zu ziehen als arbeit oder "erziehungsarbeit" gesehen wird und verlangt wird dass es eine art "gehalt" dafür gibt, so lange werden wir uns auf diesem kinderarmen level bewegen.

kinder gehören zum leben dazu, sie stehen nicht im mittelpunkt, genau so wenig wie die arbeit oder etwas anderes. das leben sollte ab und zu seinen fokus wechseln. aber kinder sollten nicht dafür mißbraucht werden zu sagen: "ich kann nicht gleichzeitig arbeiten und das kind versorgen", oder "ich kann maximal 30 stunden in der woche arbeiten."

die hauptaufgaben der eltern oder alleinerziehenden besteht nicht nur darin sich rund um das kind zu kümmern sondern diesem auch ein soziales umfeld aufzubauen. da muss man mal auf die leute zu gehen, am besten schon wenn man eine familie gründet. so dass im umkreis von ein paar kilometern ein netz da ist. und wenn das kind schon da ist und so ein umfeld fehlt sollte man schleunigst eins herstellen.
man kann nicht erwarten dass die leute auf einen zu kommen, wenn man allein ist.

in der zeit wo ich unseren sohn habe, habe ich dennoch erstaunlicherweise viel zeit. ich gehe zb mit ihm zusammen einkaufen, plane mit ihm zusammen den alltag. so macht ihm auch der alltag spaß, er hilft ohne dass man ihn dazu auffordern muß, zb abendbrot machen, abtrocknen, aufräumen,... er sieht es von mir und er macht es nach. wenn ich dann mal zeit für mich brauche, geht er in sein zimmer und spielt, klar dass er keine 24 stunden am tag sich allein mit spielen beschäftigen kann. aber ein bis zwei stunden ist er hinten, spielt mit der murmelbahn oder mit den autos, ja manchmal schaut er sich sogar ein buch an.

"erziehungsarbeit" - auch so ein tolles wort an sich...

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exUser 05. Juli 2012 · 21:50 Uhr

Hat nicht jeder Fall sein eigenes Strickmuster?

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exUser 05. Juli 2012 · 21:46 Uhr

Ich empfinde solche Sätze "genau, und da kann man ja noch mehr kinder machen... " immer sehr als Gratwanderung. Eine Kollegin meiner derzeit schwangeren Tochter traut sich nicht schwanger zu werden, weil im Kollegenkreis Sprüche geklopft werden, etwa ob sie sich auf Staatskosten ausruhen möchte und das offenbar ernst gemeint ist. Zugegeben, etwas krass aber leider Realität.

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roby1981 05. Juli 2012 · 21:45 Uhr

Ich habe das "Feature" mir angehört, und ich muss sagen dass sich mir die Haare gerollt haben !

Ich weiß nicht wie diese Dame zu diesen "Bekanntschaften" gekommen ist, aber das was sie da zum Besten bringt ist ein Teil, aber nicht der Hauptteil der Realität.

Ich kenne keinen einzigen Vater der sich nicht um seine Kinder kümmert. Im Gegenteil, ich kenne sogar jemanden dem seine "Kindsmutter" das Kind 14(!) Jahre vorenthalten hat, mit dem Jungen nicht zurecht gekommen ist, das Kind mußte sogar in die Nervenklinik (Jugendpsychatrie) eingewiesen werden und beide waren regelmäßig beim Psychologen. Nach dem er 14(!) Jahre alt war hat sie langsam mitbekommen dass sie nicht mit ihm zurecht kommt und da auf einmal durfte der Vater übernehmen.
Wir waren alle erstaunt wo sie den aus dem Hut gezaubert hat. Er hatte sich angeblich gedrückt Unterhalt zu zahlen und war nie an dem Jungen interessiert, was am Ende einfach falsch war.
Dem Jungen geht es bei seinem Vater augenscheinlich richtig gut. Leider hat er bereits jetzt schon so viel verloren in seinem jungen Leben, dass es einem traurig macht. Seine Mutter hat ihm die Zukunft versaut. Das kann man leider so ganz klar sagen.

Wieviele Väter hoffen auf mehr Kontakt zu ihren Kindern, nicht nur aller 12 Tage mal ein Wochenende, wieviele arme, emotionsgeladene Mütter verhindern dies, aber nicht um deren Kind(er) zu schützen sondern weil sie ein schlechtes Gewissen/Bauchgefühl gegenüber dem Mann haben ?

Sicher, man kann nicht alle Väter als die Engel in der Not darstellen, das will ich auch nicht. Aber genau so wenig wie in dem "Feature" sind alle "alleinerziehenden Mütter" diese Engel. Trennungen, so hab ich es leidvoll erfahren müssen, enstehen heutzutage aus Egoismus: "Ich will nicht mehr Mama sein, sondern mich mal wieder als Frau fühlen." Wenn ich so etwas höre, könnte ich die Krise kriegen.
Familie bedeutet nun mal dass sich beide Elternteile und auch die Kinder zu einem großen Ganzen zusammenfügen und nicht jeder "sein Ding" machen kann.

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roby1981 05. Juli 2012 · 21:29 Uhr

@bg_jena: genau, und da kann man ja noch mehr kinder machen...

auf der einen seite sthen banken, politik, euro-krise, promis, auf der anderen seiten: hartz4, armut, gewalt, rechts/linksextremissmus, "bildungsfernheit", süchte,...

und wenn man mal nach afrika schaut: ohje...

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exUser 05. Juli 2012 · 21:26 Uhr

roby1981: "auf der anderen seite stehen banken, politik, euro-krise, promis,... die welt ist halt bunt." eben, wer es so sieht, muss auch die weniger bunten, deprimierenden Farben ertragen können. Die Bunten können nur bunt sein, weil man einer sehr großen Schicht ihren Anteil vorenthält.
Wer eine gute Ausbildung hat und etwas Kreativität wird besser durch persönliche Krisen kommen, als jemand, der bereits während der Ausbildung gescheitert ist.
Warum hat das Bildungsbürgertum wenig Kinder, vielleicht weil sie erkennen, das sie keine Chance im Beruf haben, wenn sie Kinder haben.
Wer sich aufgegeben hat und für den trotzdem gesorgt wird, der hat vielleicht auch das Vertrauen, dass für zusätzliche Kinder auch gesorgt wird.

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roby1981 05. Juli 2012 · 21:16 Uhr

@bg_jena: kann schon sein, aber die sind über 18 und es ist deren problem. das was für die kinder getan werden müßte ist klar. aber wie soll man was machen wenn diese eltern es nicht zulassen ?

bg_jena: \"Außerdem kenne ich auch Leute, die fleißig arbeiten und aufstocken müssen.\"

das hab ich ja auch geschrieben. und da sind diejenigen dabei: "hauptsache ich hab arbeit"

auf der anderen seite stehen banken, politik, euro-krise, promis,... die welt ist halt bunt...



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ich höre mir gerade das feature an, gerade ist die komische maike fertig. also mitleid habe ich ehrlich gesagt bei ihr keins.

bin ja mal gespannt ob vieleicht auch mal ein alleinerziehender papa mit vorkommt ? nehmen die "mamas" nicht auch häufig die kinder um den unterhalt zu bekommen ?

meine eltern haben immer beide vollzeit gearbeitet...komisch hat geklappt...

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exUser 05. Juli 2012 · 21:09 Uhr

@roby1981 könnte es nicht sein, dass sich diese Leute aufgegeben haben? Sie haben sich eingerichtet. Hier muss etwas für die Kinder getan werden, dass sie die Kraft bekommen, aus diesem Kreislauf herauszukommen.
Außerdem kenne ich auch Leute, die fleißig arbeiten und aufstocken müssen. Dass es so etwas gibt, ist eine Schande für diese Gesellschaft. Auf der anderen Seite stehen die Bankenskandale, gestern Barclaybank - die dafür Verantwortung haben, werden in der Gesellschaft geachtet.

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Tobias_Barth_FIGARO 05. Juli 2012 · 20:11 Uhr

Vielen Dank für die vielen anregenden Kommentare!
Etliche der Fragen klären sich in der Sendung
„Der Mut der Mücke – Lebensstrategien Alleinerziehender“
von Marie von Kuck. Das Feature ist ab sofort hörbar unter

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/feature/...

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roby1981 05. Juli 2012 · 16:12 Uhr

@alabama: urlaub hatten wir seit 2009 auch keinen mehr, also wir sind nirgends hingefahren, außer mal übers wochenende dieses jahr in die nähe von stralsund - da feierten wir unseren hochzeitstag (welche ironie).

wenn ich durch die stadt gehe, sei es apolda, erfurt. chemnitz, gera,...wo auch immer und ich sehe wie menschen der "bildungsfernen schichten" mit den neusten smartphones durch die gegend laufen, die frauen mit dicken bäuchen und kinderwagen, evtl noch kippe im mundwinkel dann denke ich schon dass es denen doch gut genug geht, dafür dass sie nix tun müssen.

sicherlich hat der eine oder andere wirkliche probleme und müht und strampelt sich ab um wieder ans ufer zu kommen, diese sind in dem oberen satz nicht mit erwähnt. ich ziehe meinen hut vor den menschen die am existenzminimum leben, sich dafür abstrampeln damit sie ja kein amt brauchen. aber auf der anderen seite, ich kenne widerum leute die jeden 1 euro job under 3,99/stunde job annehmen: "hauptsache ich hab arbeit." das sind letztenendes aber die leute die "den großen" helfen die lohnschraube weiter nach unten zu drehen.

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meyertomas 05. Juli 2012 · 00:40 Uhr

Es gibt noch viel mehr und gewichtigere Gründe dafür, warum es so ist - und warum es nicht anders sein soll: Die Diskriminierung der unehelichen Väter, einer davon ich bin und alle möglichen und unmöglichen Erfahrungen mit der sogenannten "Gleichberechtigung" machte (die es in praxi nicht gibt), das allein die Inanspruchnahme der demokratisch vorgegauckelten "Rechte" exakt die Begründung für den Ausschluß sind - das Paradoxon an für sich. Und die angedeutete "Reform", welche nicht gewollt und nur gezwungener Maßen kommen soll, ist nichts als Augenwischerei, da das "Kindeswohl" nicht definiert und somit immer ein Totschlagargument bleibt - passend zur verlogenen "freiheitlichen Demokratie", in Wirklichkeit der Wolf im Schafspelz, nach vorn verlogen demokratisch, nach hinten diktatorisch.

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exUser 04. Juli 2012 · 22:51 Uhr

Das ist ja das Totschlagsargument verschiedener Kreise, "uns geht es zu gut" oder "jammern auf hohem Niveau". Das machen sicher auch viele, besonders, wenn sie viel haben, deshalb hört man die nicht, die wirklich nichts haben.

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alabama 04. Juli 2012 · 22:45 Uhr

@roby1981
also mir geht es nicht zu gut und auch die Kinder machen Urlaub wo es billig ist
von der Hand in den Mund ist nicht lustig
auch hier sind die finanziellen Unterschiede wie überall wohl spürbar

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exUser 04. Juli 2012 · 22:36 Uhr

Unsere Gesellschaft ist kinderfeindlich da nützen auch die intelligenten Lösungen von Frau Schröter oder Schröder nichts. Z.B. wird meine Tochter am Ende des Jahres ihre Stelle verlieren und im September bekommt sie ihr zweites Kind. Sie ist nicht alleinerziehend, sondern hat einen Mann, dessen Gehalt gerade für die Miete reicht. Das ist der Kapitalismus.
Alleinerziehenden, wenn sie wirklich niemanden haben, haben es schwerer.

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roby1981 04. Juli 2012 · 22:32 Uhr

@bettina: danke für deine wünsche. wie gesagt, für mich kam das ganze auch völlig überraschend, quasi kopfsprung vom 10m-turm direkt auf den beton. aber wir werden das "kind schon schaukeln", ich hoffe es zumindest. ich versuche es mit aller kraft, was meine frau im moment versucht, naja - egal, kann auch sein dass ich das als vater und ehemann nicht beurteilen kann...

@alabama: das problem ist dass es uns letzten endes einfach zu gut geht und wir immer mehr fordern.

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alabama 04. Juli 2012 · 21:04 Uhr

ich kenne viele junge Menschen ,welche mit viel Arbeitszeit und wenig Geld zurecht kommen müssen
ich möchte nicht als Kind ohne Zukunft geboren werden
die gesellschaftlichen Zustände müssen sich ändern
das hatten wir schon öfters
wir drehen uns im Kreis

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bettinabauch 04. Juli 2012 · 20:46 Uhr

@roby, Deine Erzählung zum Thema geht mir nahe. Vor Kurzem hast Du noch davon gesprochen, was Du für Deine Familie für Träume und Wünsche hast und nun sieht erstmal alles ganz anders aus. Ich wünsche Dir und Deiner Frau so viel Vernunft und Übereinkommen, dass euer Benjamin sich weiterhin geborgen und aufgehoben fühlen kann.

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roby1981 04. Juli 2012 · 14:46 Uhr

@magentis:

so sehe ich das auch.

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magentis1984 04. Juli 2012 · 13:11 Uhr

@roby1981
"Aber die Familien sind zusammen geblieben und haben zusammen gehalten. "

Eben, weil der Lebensstandard niedrig war. Heute ist er zu hoch.

Ok, ist jetzt am eigentlichen Thema vorbei.

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roby1981 04. Juli 2012 · 12:44 Uhr

Ich finde den Blog etwas sehr einseitig geschrieben, schließlich gibt es nicht nur alleinerziehende "Mamas" sondern auch Väter, oder gar Geschwister die ihre Jüngeren großziehen müssen.


ich finde die Frage ob Frauen sich entscheiden ihre Kinder alein großzuziehen etwas sehr sarkastisch. Haben Väter denn kein Mitspracherecht ? Manche lehnen es ab und "schenken" den Müttern das Kind. Ich hoffe aber dass dies eine Minderzahl ist.

Meine Frau hat sich vor einem Monat einfach mal so von mir getrennt. Sie hat, während ich im Krankenhaus war, einen Anderen kennengelernt. Nach 10,5 Jahren. Unser Sohn ist 4 und man kann sich vorstelllen was in seinem kleinen Köpfchen im Moment vorgeht.

Wir haben uns nie gestritten, auch nach der Trennung waren wir uns einig das "Wechsemodell" zu verwenden, wonach jeder den kleinen zu gleichen Zeitanteilen betreuen darf.

Jetzt, aus heiterem Himmel, will sie das alleinige Sorgerecht beantragen und mir "Umgangsrecht" gewähren, damit sie in ein paar Jahren ins Erzgebirge zu ihrem Neuen ziehen kann ohne dass ich mich quer stelle. An ihr Kind denkt sie jedenfalls nicht. Da gab es schon mehrere Situationen, die ich hier logischerweise nicht schreiben kann, wo sie es nicht nur mir sondern auch Freunden ja und sogar dem Kindergarten sehr schön bewiesen hat.

Sie tut jetzt so als würde sie für Ihren Sohn kämpfen, erzählt überall rum dass sie ihn "haben" will. Ich bin ehrlicherweise gesagt entsetzt, denn wie kann man jemanden "haben", also besitzen ?

Sie zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, ca 10km entfernt ist ihre neue Wohnung. Ich erhalte für den Kleinen so gut es geht den "Normalzustand", d.h. das Leben für ihn - mit mir läuft seine ganz gewohnte Bahn, er fühlt sich auch spürbar sicherer. Das soziale Umfeld was hier innerhalb der letzten 4,5 Jahre geschaffen wurde besteht nach wie vor. Die Nachbarn gehören für ihn quasi zur Familie. Sie haben ihn schon oft regelmäßig betreut, ins Bett geschafft, aus dem KiGa geholt,...die Großeltern wohnen leider 130km entfernt.

Ich halte auch den Kontakt zur Schwiegerfamilie, denn ich weiß auch dass es wichtig für meinen Sohn ist keine Verwandtschaftskontakte abzubrechen. Meine Frau hat mir mal gesagt: "Du kannst doch vergessen dass ich wegen ihm regelmäßig deine Eltern anrufe, mit denen will ich gar nichts mehr zu tun haben."

Ich könnte jetzt ewig weiter schreiben, aber was ich als Kontex meine:

Alleinerziehende Mütter sind nicht immer die mutigen, starken Frauen, sondern oftmals steht auch Egoissmus, Eigennutz und Naivität dahinter - nicht bei jeder, aber bei so einer gewissen "Klientel"

Wenn ich darüber so nachdenke, wie schnell sich Paare trennen und Familien zerbrechen, so ist in unserer Gesellschaft der Egoismuss und Individualismus sehr stark gestiegen. Das "sich selbst verwirklichen" nimmt einen höheren Stellenwert ein als das "Familien-Wir". Vielleicht geht es uns heutzutage doch einfach zu gut ? Die Generationen vor uns kannten keine 186 Euro Kindergeld, kein "soziales Netz", kein "Elterngeld" usw. Aber die Familien sind zusammen geblieben und haben zusammen gehalten.

Heutzutage ist halt mehr "Beauty & Wellness" gefragt...

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yvokiwi 04. Juli 2012 · 09:16 Uhr

Welches Thema soll es denn nun sein? Kinderarmut oder das Elend der Alleinerziehenden?
Ändert die Bedingungen für die Kinderaufzucht, dann gibt es mehr, siehe unser Nachbarland Frankreich.
Zum Zustand einer Alleinerziehenden kann ich nichts beitragen.

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magentis1984 03. Juli 2012 · 20:12 Uhr

Hallo Tobias.

Völlig falsche Herangehensweise bei diesem Thema, denke ich.

Ich frage: Warum ist sie ungewollt schwanger? Warum hat Er denn seine E..r nicht bei sich behalten können?

Entschuldigung, aber ansonsten ist das Thema mühselig.

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Bella 03. Juli 2012 · 19:51 Uhr

Ich kann das Thema s o nicht mehr hören. Tut mir leid.
Dann werden Kommentare entfernt... kein Verständnis...

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bettinabauch 03. Juli 2012 · 19:44 Uhr

Okey, hab ihn gefunden. Er ist ja noch da. Aber Reppichauers Text sieht aus wie amputiert.

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bettinabauch 03. Juli 2012 · 19:37 Uhr

Liebe Redaktion, nachdem ich gerade mitbekommen habe, dass Reppichauers Text, den ich übrigens sehr gut fand, gelöscht werden mußte wegen scheinbarer persönlicher Beleidigungen, muß ich darauf hinweisen, dass ich mir mit meinem Kommentar dazu einige Mühe gegeben habe und ihn gern wiederhaben möchte. Danke.

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exUser 03. Juli 2012 · 17:10 Uhr

PS. Es gibt Menschen auf der Welt und es ist egal, welche Staatsbürgerschaft sie haben. Nur weil wir Deutschen Angst haben, aussterben zu können, müssen wir uns kein schlechtes Gewissen einreden, weil wir uns nicht mehr so produktiv verhalten - Menschentechnisch gesehen.
Der Planet hat genug an denen zu tragen, die schon darauf existieren und es kommen täglich genug hinzu.

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exUser 03. Juli 2012 · 17:05 Uhr

Sie haben ja interessante Gedankensprünge.
Kinderarmes Deutschland - die Überschrift läßt vermuten, dass Sie auf die Presseinfo des heutigen Tages ansprechen, die sagt, dass Deutschland (die BRD?) noch nie in seiner Geschichte eine solch niedrige Geburtenrate hatte als vergangenes. Jahr.
Dann springen Sie zu der Verarmung vor allem der alleinerziehenden Müttern. Es ist Fakt, dass Frauen, die allein ihre Kinder großziehen, wenn sie denn nicht wohlsituiert sind von Hause aus, sehr schnell zum Sozialfall werden können, sind sie doch bedeutend schl,echter bezahlt als Männer und das Ganze noch, insbesondere dann wenn Arbeitslosigkeit ins Spiel kommt.
Dann werfen Sie die Stechmücken noch in den virtuellen Diskussionsraum, eine Spezie von unsäglichen Blutsaugern, die wir Menschenbedenkenlos plattmachen, egal wieviele Eier die zum ausbrüten in sich tragen (ehrlich, je weiger überleben, umso glücklicher bin ich!)
Und dann schieben Sie noch die dicken Bäuche des Sommers vor sich her, was die direkt mit dem Thema zu tun haben, verstehe ich nicht.
Und dann denke ich, wenn ich zu Ende gelesen habe, dass die ungewollt schwanger gewordene Redakteurin so sehr von ihrer Entscheidungsfindung - pro oder contra Kind ohne Vater - eingenommen ist, dass ihre, nachzuvollziehende, Betroffenheit nach Hilfe schreit.

Ich hoffe, sie findet sie hier. Es wäre also noch wichtiger als sonst, fair und ehrlich mit dem Thema umzugehen. Das wünsche ich der jungen Frau. Ich kann dazu nur sagen, ich habe keine Meinung und keinen Rat. Ich bin alleinlebender Mann mit einer Frau die weit weg wohnt und die ich nur an Wochenenden sehe und von Kindern ist weit und breit keine Spur. Sie waren auch nie Thema.

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bettinabauch 03. Juli 2012 · 15:05 Uhr

*Sind Frauen, die sich entscheiden, Kinder allein großzuziehen, verantwortungslos? --- Nein, verantwortungslos nicht, aber sicher überfordert. Für die Entwicklung der Kinder halte ich es für vorteilhafter, wenn sie mehrere Bezugspersonen haben. Wenn Familie nicht funktioniert, wie wäre es denn mit Wohngemeinschaft?
*Naiv? --- Nein! Mutig. Und zuversichtlich.
*Fatalistisch? --- Könnte sein. Sie vertrauen auf den Plan Gottes und tun, was das Leben ihnen über den Weg führt. Manche geht vielleicht ihren schwierigen Weg, weil sie erkannt hat, dass Gott von den Menschen Unterstützung wünscht?
*Blind für die Folgen? --- Nein, nicht blind. Vielleicht hoffend und vertrauend?
*Oder trotzig? --- Trotzalledem. Den eigenen Lebensvorstellungen folgen.
*Was muss geschehen, um das Armutsrisiko Alleinerziehender zu mindern? --- Wie wäre es mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens?
*Was muss geschehen, damit Deutschland kinderfreundlicher wird? --- Bewusst human denkende, weitblickende, offenherzige, intelligente, unversklavte... - und so weiter - Politiker brauchen wir.

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