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Erstellt vor 3 Monaten von meinFIGARO-Redakteur   |   266 mal aufgerufen

Weiter, größer, billiger: Wieviel Risiko nehmen Sie mit auf die Reise?

Kategorie: Hörerforum

Abend für Abend sehen wir im Fernsehen die gekenterte "Costa Concordia", das einstige Traumschiff aus Genua. Der Untergang des Kreuzfahrtgiganten lenkt den Blick auf eine Branche, die seit Jahren boomt - auch weil sie als eine der sichersten galt. Ganz anders verhält es sich da schon bei den in Äthiopien getöteten und verschleppten Touristen - sie wussten, dass sie sich auf gefahrvolles Terrain begeben.

FIGARO fragt im Hörerforum: Weiter, größer, billiger - wieviel Risiko nehmen Sie mit auf die Reise?

Erste Gedanken dazu von FIGARO-Redakteurin Annette Militz.

Blog zur Sendung "Hörerforum" am Donnerstag, 26. Januar 2012, 13:05 Uhr

8 Kommentare

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  • Profilbild von Rosinia

    Rosinia
    Ich bin ein feinfühliger Mensch und nehme alles sehr intensiv wahr. Das hat zur Folge, das ich Risiken meide, da schon Veränderungen recht aufregend sein können. Schöne friedliche Orte ziehen mich an- Ruhe, Frische, Natürlichkeit- wenige freundliche Menschen. Im normalen Alltag muß ich oft meine Sinne zusammenfalten- im Urlaub möchte ich lauschen und mich erfreuen wenig Reize um mich zu haben.
    Meine Reiseziele sind also eher nah, klein und teuer- da individuell. Soviel zum Thema......
    .
    @Christianes Bild "gefangen wie in einer Mastanlage" habe ich sofort vor Augen. Aber die Geschmäcker sind halt unterschiedlich und das ist auch gut so! Freitag, 27. Januar 2012, 20:31 Uhr

  • Profilbild von Christiane

    Christiane
    Jeder meint er macht es richtig. Soweit so gut.

    Wir lieben die nicht-in-Gegenden innerhalb Deutschlands und hin und wieder mal eine Kulturreise innerhalb Mitteleuropas. Wir leiden überhaupt nicht an Fernweh. Eine schöne Landschaft, Hauptsache weg von zu hause und einfach nur wir beide - das reicht uns.

    Die Kreuzfahrer kann ich nicht wirklich verstehen. Das ist doch Gefangennahme wie in einer Hühnermastanlage, die Betonung gern auch auf Mast - VOLLPENSION, als wenn es zu Hause nichts gibt. Was heute so als Wachstumsmarkt ausgegeben wird empfinde ich als Kreuzfahrtfeeling für Arme (obwohl es nicht billig ist, aber für Massen erschwinglich).

    Meine Schwester ist letzten Sommer mit der Aida die Ostsee abgefahren. Alles war toll, beim Erzählen kamen sich die beiden immer mal ins Gehege, weil sie nicht mehr wußten war das jetzt in Stockholm, Tallin oder Danzig? Jeden Tag eine andere Stadt, St. Petersburg in einem Tag! Da kommt doch der Geist gar nicht mehr hinterher.

    Meine Freundin hat Fernweh in die ganze Welt. Sie fahren meist mit dem Jeep durch Amerika, Kanada, Namibia oder so. Täglich 400-600 km mit dem Auto fahren und dann campen?! Das ist doch der Haß,
    das würde mich krank machen. Wie kann man sich da erholen? Die Ökobilanz ist bestimmt auch nicht in Ordnung Flug für 4 nach Kanada, dann 400-600 km im Jeep pro Tag, um unberührte Natur zu bewundern. Ist doch schizophren - also für mich jedenfalls.
    Aber wie gesagt, jeder denkt er macht es richtig.
    Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:52 Uhr

  • Profilbild von musicandus

    musicandus
    Klasse! - @casifa - denn man könnte - und sollte bei einem gewissen Maß an Ängstlichkeit - davon ausgehen, dass das "Leben an sich" ungemein riskant ist.....;-) Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:08 Uhr

  • Profilbild von senta

    senta
    hallo, ich bleibe im lande und ernähre mich redlich. ich kenne deutschland nicht einmal richtig, was soll in ein flugzeug steigen und ähnliches.
    außerdem kostet das und ich will ja auch z.b. mdr - musiksommer erleben. oper und schauspiel in
    dresden, chemnitz, magdeburg, gera, leipzig, erfurt etc.
    schön auf dem teppich bleiben
    plau am see und wahren an der müritz-oder die ostsee, harz und schwarzwald, mosel, rhein.
    ach es gibt so viel.
    schön ruhig und nicht allzu weit weg.
    liebe grüße Donnerstag, 26. Januar 2012, 12:50 Uhr

  • Profilbild von casifa

    casifa
    Mein Mann und ich reisen seit einigen Jahren jeden Sommer drei oder vier Wochen mit dem Fahrrad durch die Weltgeschichte. Letztes Jahr radelten wir vom schwarzen Meer nach Wien. Viele schlugen die Hände über dem Kopf zusammen als sie hörten, dass wir durch Rumänien, Bulgarien, Serbien usw. fahren wollten. Wir hatten keine Bedenken. Pass, Kreditkarte und Geld gehören an den Körper, alles andere kann ersetzt werden. Gerade Rumänien und Bulgarien beeindruckten uns zutiefst. Je weiter östlich, desto ärmer die Menschen. Je ärmer die Menschen, desto herzlicher. Das wenige, was sie hatten, teilten sie, wenn es Gelegenheit dazu gab.
    Kriminalität gibt es überall auf der Welt und ein paar Grundregeln sollte man schon beherzigen. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass Offenheit und Freundlichkeit und ein angemessenes Verhalten, nämlich Gast zu sein in einem Land, einem oft unerwartete Türen öffnet. Donnerstag, 26. Januar 2012, 09:06 Uhr

  • Profilbild von artetec

    artetec
    Der Kreuzfahrttourismus gehört meiner Meinung nach mit zu den sichersten Arten des Resien. Wieviele Menschen wurden im vergangen Jahr Opfer eines Verkehrsunfalls? Diese Zahl ist deutlich höher, als jene Zahl der Kreuzfahrtopfer. Allerdings Sind bei einem haviarierten Kreuzfahrtschiff deutlich mehr Menschen involviert als es bei einem Verkehrsunfall ist. Dazu kommt weiterhin, dass die Kreuzfahrtgesellschaften mit neuster Technik für absolute Sicherheit werben. Aber die Ereignisse der jüngsten Tage haben deutlich gemacht, dass es sich nach wie vor um ein Schiff handelt. Und der Aussprrch unsinkbar - den hat auch die Titanic widerlegt!

    Ich zu meinem Teil muss gestehen, ich werde dieses Jahr wie die Jahre zuvor, wieder via eine Kreuzfahrt meine Urlaubstage verleben. Ich denke es verhält sich hier wie bei so vielen Dingen, den einen gefällt es ausgesprochen, den anderen nicht.

    Wir reisen mit einer Kreuzfahrtgesellschaft, die die Anzahl der Passagiere nicht mehr als 2500 übersteigt. Alles andere würde für mich nur noch weiter den Anschein des Massentourismuses ergeben. Bei ungefähr 2500 Hat man nach fünf Tagen an Bord "Alle Gesichter" einmal gesehen. Wenn man sich an Land trifft kennmt man sich, man grüßt, spricht oder unternimmt was zusammen. Bei 4000 oder sogar 6000 Gästen an Bord ist für mich die Anonymität, zu groß. Man verliert seinen Namen und wird nur noch mit seiner Kabinennummer angesprochen - wie unpersönlich.

    Und die Rechnung: Größer + Weiter + Exklusiver = Billiger Kann nicht aufgehen! Donnerstag, 26. Januar 2012, 08:00 Uhr

  • Profilbild von Hans

    Hans
    Kreuzfahrten waren ja wohl mal gedacht für Wohlhabende, die es im Kreuz haben.
    Oder Fliegen. Immer, enger, immer weniger Service, immer mehr Auslastung der Maschinen. In der Ecnomy Class bekommt man es besonders zu spüren: immer weiter, immer unbequemer und durchaus immer gefährlicher Donnerstag, 26. Januar 2012, 07:34 Uhr

  • Profilbild von yvokiwi

    yvokiwi
    Wenig Risiko, kein Massentourismus, Individualtourismus immer der Nase nach, authentisch und abgelegen.
    So ein Rundumversorgungsschiff wäre mir gruselig, aber vielleicht eine Alternative, wenn ich nicht mehr laufen kann. Mittwoch, 25. Januar 2012, 22:44 Uhr

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